Termine
17. bis 19. Mai 2012
Zurück in die Zukunft
Seit Jahrzehnten sucht das Design nach dem Neuen, dem Anderen – oft auf Kosten von Ressourcen und globaler Gerechtigkeit. Viele Unternehmen mussten bereits Lehrgeld zahlen, weil sie aktuelle gesellschaftliche Werte ignorierten. Andere haben aus der Krise gelernt und nehmen soziale und ökologische Themen in ihre Strategie auf. Entdecken Sie mit der TYPO Berlin 2012 sustain das Dauerhafte, das Beständige im Design!
Buchtipp

Die Kreativmaschine
Nea Machina
Mit Nea Machina geben die Designer-Zwillinge Thomas und Martin Poschauko Einblick in ihre Kreativ-Werkstatt. Nicht nur Studenten, sondern auch gestandenen Gestaltern liefert das Kreativtool neue Impulse, wobei kreative Gestaltung als Hand-Werk verstanden werden darf.
Verlag Hermann Schmidt/Mainz
ISBN 978-3-87439-762-9
408 Seiten, 1400 Abb,Preis
Euro 63,55
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FACE TO FACE

30 Jahre Bernd Böhm Grafikdesign
Angelbachtal. (abc) Kaum eine Branche hat in den letzten Jahren einen so großen Wandel vollzogen wie das Druckerei-Gewerbe. Das weiß kaum jemand besser als der Lithographenmeister Bernd Böhm, der aktuell die Werbeagentur mentis betreibt und dieser Tage drei Dekaden Selbständigkeit feiert.
Seitdem hat er eine sich vom Handwerker zum Dienstleister entwickelt. Nach einschlägiger Ausbildung der Meisterprüfung und 3jähriges Studium für Gebrauchsgrafik hatte er Mitte 1981 beschlossen, fortan beruflich auf eigenen Beinen stehen zu wollen. „Bernd Böhm – Repro und Grafikstudio“ nannte sich zunächst sein in der Gartenstraße 5 ansässiges Unternehmen, in dem zunächst – im heutigen digitalen Zeitalter kaum noch vorstellbar – tatsächlich überwiegend mit der Hand gezeichnet wurde. „Damals musste ein Grafiker unbedingt auch ein guter Zeichner sein“, beschrieb der Mann der alten Schule der RNZ die damaligen Grundanforderungen seines Berufsstandes. Demnach wurden – gemäß den Wünschen des jeweiligen Kunden – zunächst grobe (Bleistift-)Skizzen angefertigt und diesem zur Prüfung vorgelegt. Nach entsprechender Freigabe folgten Reinzeichnungen in Tusche, die anschließend gegebenenfalls koloriert wurden. Um Offset-Druckvorlagen zu erstellen, musste dann pro Druckfarbe eine Folie produziert werden, was mit jeder Menge Schneiden, Kopieren und Positionieren verbunden war und entsprechend lange dauerte. Wofür man früher einen ganzen Tag gebraucht hat, schafft man heute in kurzer Zeit. Zwar liefen die Geschäfte so gut, dass 1984 ein Gewerbeanbau nötig wurde. Zu der Zeit waren bis zu 10 Mitarbeiter beschäftigt. Die Ausbildung von zukünftigen Fachkräften waren ein wichtiger Bestandteil der Firma. Doch kündigte sich bald darauf das Ende der Film-Reproduktionstechnik ab. 1990 begann man damit, den Maschinenpark zu digitalisieren und schaffte beispielsweise einen Trommelscanner und elektronische Bildbearbeitung an. Auch hier waren wieder Ausbildung und Fortbildung großgeschrieben. Zu der Zeit galt man im Rhein Neckar Kreis als eine gefragte Reproduktionsfirma für viele namhaften Kunden von Frankfurt bis München.
Infolge von einem nicht vergleichbaren Strukturwandel in dieser Branche und die Verbreitung der PC-Technologie wurde dieser Geschäftsbereich 2000 aufgegeben und die bis heute existente Werbeagentur mentis gegründet. Deren Schwerpunkte liegen bis dato auf Grafik- und Webdesign sowie der Konzeption neuer Ideen, mit denen überwiegend jahr(zehnt)elange Stammkunden ihren Umsatz steigern können. Bernd Böhms Fazit nach drei Jahrzehnten Selbständigkeit fiel derweil durchweg positiv aus: „Man muss eben flexibel bleiben. Aber als Handwerker und Künstler war das ja seit jeher mein täglich Brot.“
Businessnetzwerke:
Neue Bewerbungschancen im Internet
von Mathias Peer Quelle: Handelsblatt Online
Soziale Netzwerke werden zum Karriere-Helfer. Wie stark soziale Medien wie Facebook und Twitter oder Businessnetzwerke wie Xing und LinkedIn zukünftige Karrierewege beeinflussen, ist in den USA schon jetzt zu sehen.
Die Revolution der Jobsuche hat längst begonnen. Wie stark soziale Medien wie Facebook und Twitter oder Businessnetzwerke wie Xing und Linked In zukünftige Karrierewege beeinflussen, ist in den USA schon jetzt zu sehen. Die Möglichkeiten des Web 2.0 sind für amerikanische Bewerber bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber kaum noch wegzudenken. Einer Studie des Recruiting-Dienstleisters Jobvite zufolge hat bereits jeder sechste Befragte im laufenden Jahr seinen Job über einen Hinweis in sozialen Netzwerken erhalten. Noch vor einem Jahr traf das nur auf jeden zehnten zu.
Dass dieser Trend auch in Deutschland greift, hat Mike Schnoor am eigenen Leib erfahren. Am 14. März schrieb der Kommunikationsprofi bei Twitter: „Suche neue Herausforderung.“ Wenige Worte, mit großem Effekt. 40 Personen leiteten Schnoors Stellengesuch an ihren Bekanntenkreis bei Twitter weiter, 29 Menschen wiesen auf interessante freie Stellen hin und auch mehrere Headhunter machten dem gut vernetzten PR-Fachmann ein Angebot.
Bereits zwei Wochen nach seinem Twitter-Eintrag hatte Schnoor die neue Herausforderung gefunden: Er wurde Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). „Ohne das gute Netzwerk an Online-Kontakten hätte das so schnell wahrscheinlich nicht geklappt“, sagt Schnoor.
Um seine Erfahrungen auch an andere Jobsuchende weiterzugeben hat Schnoor für den BVDW einen Bewerberleitfaden mit dem Titel „Karriere-Sprungbrett Social Media“ entwickelt, in dem der Verband Ratschläge gibt, wie sich Jobchancen mit Facebook, Twitter & Co. erhöhen lassen. „Vor allem die großen Konzerne nutzen soziale Netzwerke bereits stark als Recruiting-Werkzeug“, sagt Schnoor. „Bewerber, die diese Angebote nutzen, kommen oft schneller und einfacher an relevante Informationen.“
Ein Beispiel ist der umfassende Karriereauftritt des Versicherers Allianz bei Facebook. „Wir versuchen hier, nicht nur harte Fakten, sondern unsere Unternehmenskultur zu vermitteln“, sagt Dominik Hahn, der bei der Allianz für das Personalmarketing in sozialen Medien zuständig ist. Künftig sollen bei dem Versicherungskonzern Mitarbeiter aus allen Unternehmensbereichen regelmäßig über ihre Arbeit informieren. „So bekommen Bewerber ein gutes Bild davon, ob das Unternehmen zu ihnen passt“, sagt Hahn.
Sich mit den Personalabteilungen der Unternehmen zu vernetzen, ist für Mike Schnoor aber nur der erste Schritt bei der Web-2.0-Jobsuche. „Wer darüber hinaus Zeit in den Aufbau seiner eigenen Online-Reputation investiert, kann sich von anderen Bewerbern deutlich abheben.“ Dazu gehöre etwa, bei Diensten wie Twitter regelmäßig auf Artikel zu verweisen, die für die Branche, in der man arbeiten möchte, interessant sind. „Daran können zukünftige Arbeitgeber erkennen, dass sich der Bewerber intensiv mit seinem Themenbereich auseinander setzt.“
Auch ein fachspezifischer Blog oder die Veröffentlichung von Vorträgen könnten die Expertise des Jobsuchenden unterstreichen. „Allerdings muss nicht jede Information, die man im Internet von sich preisgibt, mit dem Beruf zu tun haben“, sagt Schnoor. „Wer sich etwa mit Restaurantrezensionen online als Genussmensch präsentiert, kann dem Personalchef in der Masse der Bewerbungen ebenfalls eher in Erinnerung bleiben.“
Quelle: Handelsblatt Online
SEO-Lektion
"Die Keyword-Dichte ist nicht der Schlüssel zum Erfolg“
Irmela Schwab Veröffentlicht um 09:00 Uhr, www.wuv.de
Bei Google ganz oben auf der Trefferliste stehen - davon träumen viele Unternehmen und viele lassen sich den strategischen Vorteil einiges kosten. Was ihnen SEO-Berater empfehlen, mag sein Geld wert sein. Doch mit ein paar Kniffen können sie schon selbst für bessere Sichtbarkeit sorgen. Im Facebook-Chat mit junction, dem internationalen iPad-Magazin aus dem Verlag Werben & Verkaufen, verriet Onmarketing-Chef Ralf Zmölnig die wichtigsten Regeln.
Regel eins: Inhalte sind König, Nützlichkeit ist Kaiser. Seine Website mit relevanten Keywords anzureichen und sie mit anderen Seiten zu verlinken, sei sicherlich richtig. „Die Keyword-Dichte ist aber nicht der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Zmölnig. Suchmaschinen wie Google suchen nicht nach Keywords, sondern versuchen die besten Suchergebnisse für ihre User zu liefern. Die Qualität der Suchergebnisse könne Google zum Beispiel auch über die Verweildauer der User auf einer Seite bemessen, bevor sie die nächste Suche starten. „Kommt ein Suchender nach einem Klick auf ein Ergebnis sehr schnell zur Suche zurück, drängt sich die Vermutung auf, dass das Ergebnis nicht hilfreich war.“ Weil es also darum geht, die Erwartungen des Users möglichst umfassend zu erfüllen, sind Keywords nicht das A&O.
Regel zwei: Je mehr wertvolle Informationen eine Seite beinhaltet, desto leichter wird sie gefunden. Ein gutes Beispiel sieht Zmölnig in der Website von Holidaycheck. „Die Seite hat alle wichtigen Informationen, ist mit Social Networks verlinkt und am Ende stehen noch die relevanten Keywords, die für die Suche - auch intern - wichtig sind“, so der SEO-Experte.
Die Suche auf Mobilgeräten funktioniere ähnlich wie die im stationären Web. Allerdings sind viele mobile Seiten noch nicht ausreichend dazu in der Lage, auf Smartphones und Tablets gelesen zu werden. Weil viele unterwegs ihre Informationen in weniger Zeit bekommen möchten, sollten die mobilen Versionen laut dem Onmarketing-Chef dafür optimiert und gestrafft sein.
In der sozialen Suche, also in der Verknüpfung von Suche mit dem sozialen Portal Google+, sieht Zmölnig vielversprechende Ansätze. „Wenn ich zum Beispiel nach einem neuen Rad suche, hilft es mir, wenn mir meine Freunde ein paar Tipps dazu geben. Deshalb ist es nützlich, wenn die Suchmaschine die Suchergebnisse mit den Ergebnissen meines sozialen Umfeldes anreichert.“ Doch auch diese Empfehlungen lassen sich beeinflussen - theoretisch zumindest. „Die Arbeit, die ein Unternehmen dazu investieren müsste, wäre immens“, sagt Zmölnig. Gute Ansätze für die Verknüpfung von Onlinemarketing und Social hat für den SEO-Spezialisten etwa der Modeartikler Hugo Boss. Mit der Aktion Model Contest hat das Unternehmen versucht, seine crossmedialen Aktivitäten - wie z.B. auf Facebook, YouTube – zu vernetzen, um damit den „Social Spread“ zu forcieren.
Das führt zu Regel drei: Je mehr verschiedene Portale mit den Unternehmens eigenen Inhalten befüllt werden, desto höher die Chance, dass diese Inhalte von anderen wahrgenommen werden. Und die Sichtbarkeit steigt – auch bei der sozialen Suche.
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